Tipps und Tricks für ein professionelles Anschreiben  

Tipps und Tricks für ein professionelles Anschreiben  

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PersonalKampagne.de

Auf nur einer DIN A4-Seite die persönlichen Fähigkeiten und Stärken hervorheben? Ja, darauf kommt es im Anschreiben einer Bewerbung an! Der oder die Personalvermittler*in möchte herauslesen, was für eine Persönlichkeit Sie haben, warum Sie für die Stelle ideal sind und welchen Mehrwert Sie dem Unternehmen bieten können. Das Anschreiben ergänzt den Lebenslauf und dient dazu, einen ersten Eindruck von Ihnen als potenzielle/r Arbeitnehmer*in zu gewinnen. Es sollte deshalb individuell auf Sie und die freie Stelle zugeschnitten sein.

In diesem Beitrag geben wir Ihnen die wichtigsten Tipps und Tricks mit an die Hand, mit denen es Ihnen gelingt ein perfektes Bewerbungsanschreiben zu verfassen.

Anrede und Einleitung

Im ersten Schritt geht es darum eine gelungene Einleitung zu schreiben und Ihre/n Ansprechpartner*in unmittelbar anzusprechen. Diese beginnt mit einer persönlichen Anrede: „Sehr geehrte/r Frau/Herr…“ ist nach wie vor geläufig. Wird Ihr/e Ansprechpartner*in nicht in der Stellenbeschreibung angeführt, verwenden Sie keine allgemeine Anrede wie „Sehr geehrte Damen und Herren“, sondern erkunden Sie sich bei der Personalabteilung nach dem Namen Ihres Gegenübers.

Im zweiten Part ist es von Bedeutung, das Interesse des Recruiters zu wecken. Auch hier gilt: Unterlassen Sie typische und überflüssige Bewerbungsfloskeln wie „ich interessiere mich sehr für…“ oder „hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Position als…“. Beginnen Sie stattdessen mit einem ungewöhnlichen Einstieg, der den Leser dazu animiert, weiterzulesen. Bringen Sie eine individuelle Note mit ein! Seien Sie überraschend, erfrischend und ruhig etwas mutig, um im Gedächtnis der Personalentscheidung zu bleiben.

Hatten Sie mit dem/der Ansprechpartner*in bereits Kontakt? Dann nehmen Sie in Ihrem Einleitungssatz unbedingt darauf Bezug, um aus der Masse der Interessenten hervorzustechen.

3 gute Beispiel-Formulierungen für den Einstieg:

Sehr geehrter Herr Classen, sind Sie auf der Suche nach einem kreativen, engagierten und sympathischen Mediengestalter in Digital und Print? Dann bin ich genau der Richtige für die Stelle!

Sehr geehrte Frau Müller, bereits seit einiger Zeit befasse ich mich mit ___. Als ich Ihre Stellenausschreibung vom ___ las, wusste ich sofort: „Das ist genau der richtige Job für mich!“

Sehr geehrter Herr Meyer, es hat mich sehr gefreut, Sie persönlich auf der ____-Messe letzte Woche kennenzulernen. Durch den positiven Eindruck, den ich von Ihrem Unternehmen gewonnen habe, sowie die interessanten Gespräche mit Ihrer Mitarbeiterin Frau Mustermann, bin ich hochmotiviert, meine Ausbildung zum ___ bei Ihnen zu absolvieren.

Darstellung der Kompetenzen

Im folgenden Abschnitt geht es um Ihre persönlichen Qualifikationen und Kenntnisse, die Sie für die ausgeschriebene Position befähigen. Wichtig: Studieren Sie die Stellenbeschreibung gründlich und listen Sie die gewünschten Erwartungen Ihres potenziellen Arbeitgebers im Hauptteil auf. Finden Sie idealerweise für jeden Punkt einen Beleg, den Sie mit spezifischen Beispielen untermauern können.

Beispiel:

Wird in der Stellenausschreibung ein/e „selbstständige/r, strukturierte/r und kommunikative/r Mitarbeiter*in gesucht“? Dann rufen Sie sich in Erinnerung, in welchen beruflichen Situationen Sie diese Kompetenzen bereits eingesetzt haben. Haben Sie sich in Gehaltsverhandlungen mit der Geschäftsführung durchgesetzt, um den gewünschten Betrag für Ihr Projekt zu erhalten? Oder ist es Ihnen gelungen erfolgreich Preisverhandlungen zu führen und Kunden von einem Produkt zu begeistern?

Falls ja, sollten Sie genau diese Fallbeispiele mit einbringen. Stellen Sie Ihre Erfahrungen und Fähigkeiten anschaulich dar, um Ihrem Gegenüber zu vermitteln, dass Sie die erforderlichen Qualifikationen besitzen.

Persönliche Stärken mit einbeziehen

Die essenziellsten Merkmale bei der Suche nach neuen Mitarbeitern sind Teamfähigkeit, Engagement und Selbstständigkeit. Allerdings reicht es nicht aus, diese Attribute einfach nur aufzulisten. Belegen Sie diese mit konkreten Beispielen. Überlegen Sie sich ebenfalls, welche drei Eigenschaften für die zu besetzende Position am wichtigsten sind. Sie müssen Ihren potenziellen Arbeitgeber nicht mit einer endlosen Liste an Vorteilen überzeugen. Eher geht es darum, kurz und exakt zu betonen, warum gerade Sie der oder die Richtige für die Stelle sind.

Achten Sie darauf, Ihre Hobbys geschickt einzusetzen. Diese sollten stets einen Bezug zum Job haben, andernfalls wirken solche Aussagen fehl am Platz. Generell gilt: Alles, was Sie schreiben, sollte immer eine Verbindung zum Unternehmen und zur ausgeschriebenen Position haben. Auf diese Weise hinterlassen Sie beim Personalverantwortlichen einen guten Eindruck und er oder sie sieht, dass Sie sich gründlich mit dem Unternehmen und der Stellenanzeige beschäftigt haben.

Der perfekte Schluss

Ziel Ihres Anschreibens ist es den oder die Personaler*in neugierig auf Sie zu machen. Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen stimmen mit der offenen Stelle überein und Ihr Anschreiben enthält keine Form- oder Rechtschreibfehler? Sie haben außerdem Ihre persönliche Note mit einfließen lassen? Super. Jetzt geht es um den perfekten Schlusssatz Ihres Bewerbungsanschreibens.

Geben Sie Ihr frühestmögliches Eintrittsdatum an, wenn dies in der Stellenanzeige gefordert wird, und schließen Sie das Bewerbungsanschreiben mit folgenden Sätzen ab:

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und bin schon gespannt auf das Gespräch mit Ihnen.

Ich freue mich darauf, Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Motivation und meinen Kompetenzen zu überzeugen.

Seien Sie ruhig selbstbewusst und überzeugt, dass Sie für die Position der oder die Richtige sind. Lassen Sie keine Zweifel an Ihrer Eignung bei dem/der Personalentscheider*in entstehen. Unterlassen Sie deshalb Aussagen im Konjunktiv wie „Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen.“

Hinweis: Geben Sie Ihre Gehaltsvorstellungen (Bruttojahresgehalt) nur an, wenn in der Stellenbeschreibung explizit darauf hingewiesen wird. Befinden Sie sich noch in einem ungekündigten Arbeitsverhältnis, führen Sie im Schlussteil einen sogenannten Sperrvermerk an.

Checkliste:

  1. Sprechen Sie Ihren Ansprechpartner mit Namen an.
  2. Entscheiden Sie sich für einen interessanten Einstieg.
  3. Heben Sie Ihre Stärken und Fähigkeiten hervor und stellen Sie einen Bezug zur ausgeschriebenen Position und Firma her.
  4. Beziehen Sie sich auf alle relevanten Anforderungen aus der Stellenbeschreibung.
  5. Listen Sie konkrete Beispiele zu den geforderten Kompetenzen auf.
  6. Betonen Sie den Mehrwert, den Sie dem Unternehmen geben können.
  7. Seien Sie im Schlussteil selbstsicher und gehen Sie davon aus, dass Sie eine Rückmeldung bekommen bzw. zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden.
  8. Achten Sie auf korrekte Rechtschreibung, Grammatik und Verständlichkeit
  9. Formulieren Sie das Anschreiben aktiv statt passiv.
  10. Lassen Sie Ihren Text von einem Freund/ einer Freundin prüfen, um Flüchtigkeitsfehler ausschließen zu können.
  11. Achten Sie auf eine einheitliche Gestaltung der Bewerbungsunterlagen (Schriftart, Schriftgröße, Farben, usw.)
  12. Unterschrift nicht vergessen!

Sind Sie auf der Suche nach Bewerbungsanschreiben Muster, insbesondere für die visuelle Gestaltung? Hier finden Sie verschiedene Vorlagen fürs Anschreiben. Wichtig: Die Beispielsformulierungen sollten nicht eins zu eins kopiert werden, sondern lediglich als Inspiration dienen.

Fazit: Ein gelungenes Anschreiben formulieren

Sie möchten das perfekte Bewerbungsanschreiben verfassen? Die vorgestellten Tipps sollen Ihnen dabei helfen. Sollten Sie sich dennoch überfordert fühlen, empfiehlt es sich, eine kleine Schreibpause einzulegen. Lassen Sie das Anschreiben für einen Tag ruhen und setzen Sie sich am nächsten Tag mit neuen Ideen und einem klaren Geist erneut dran. Sie werden feststellen, dass Ihnen das Verfassen nun wesentlich leichter fallen wird.

Bitten Sie auch Freunde, Familienmitglieder und Bekannte um Unterstützung. Sie können Ihnen Feedback und Verbesserungsvorschläge geben und auf mögliche Flüchtigkeitsfehler hinweisen. Ihr Anschreiben ist dann gelungen, wenn der/die Personalvermittler*in gar nicht anders kann als Sie zu einem Jobinterview einzuladen, weil Sie perfekt für die Stelle zu sein scheinen.

Fühlen Sie sich immer noch unsicher beim Verfassen, bedenken Sie, dass der Recruiter im Grunde Antworten auf diese Fragen bekommen möchte:

  1. Wer sind Sie? Was macht Sie aus?
  2. Welche Stärken, Fähigkeiten und Qualifikationen haben Sie? Was unterscheidet Sie von anderen Bewerben und Bewerberinnen?
  3. Warum bewerben Sie sich genau für diese Stelle in diesem Unternehmen?
  4. Warum sind gerade Sie für die ausgeschriebene Stelle geeignet?

Brauchen Sie eher Hilfe beim Schreiben eines Lebenslaufs? Dann klicken Sie hier.

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