Was ist der Unterschied zwischen Burnout und Boreout?

Was ist der Unterschied zwischen Burnout und Boreout?

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Während Burnout wohl jedem ein Begriff ist, ist das Boreout Syndrom noch nicht so weit verbreitet. Während Burnout für „ausbrennen“ steht, bedeutet das sogenannte Boreout im Grunde, dass aus Langeweile Stress entsteht.

Wir möchten Ihnen in diesem Artikel erklären, was man unter einem Burnout und Boreout versteht, welche Auswirkungen die Syndrome haben, worin sie sich unterscheiden und warum sie mehr gemeinsam haben als man denkt.

Burnout Definition

Burnout ist längst kein Einzelfall mehr. Bereits im Jahr 2021 gab es etwa 194.000 Betroffene. Eine feststehende Diagnose gibt es keine. Genau wie beim Boreout handelt es sich um einen Erschöpfungszustand, der im Unterschied nicht aus Langeweile, sondern aus Stress entsteht. Die Work-Life-Balance gerät über längere Zeit aus dem Gleichgewicht. Wenn alles zu viel wird und die Arbeit keinen Spaß mehr macht, sollte man aufmerksam werden. Wer da nicht frühzeitig entgegensteuert, kann nicht nur in ein Burnout fallen, sondern sogar in Richtung Depression gehen.

Auswirkungen eines Burnouts

Die Anzeichen können sich sowohl physisch als auch psychisch äußern. Da die Symptome meist sehr unspezifisch sind, fällt es schwer ein Burnout rechtzeitig zu erkennen. Sofern die Symptome einzeln auftreten, können sie nämlich auch auf andere Krankheiten hindeuten. Im privaten und beruflichen Umfeld sind Betroffene häufig sehr distanziert, da sie keinen Ausweg aus der starken Überforderung sehen. Das sind typische Symptome eines Burnouts:

Geistige und körperliche Anzeichen:

  • Angstzustände
  • Chronischer Stress
  • Depressionen
  • Vollkommene Erschöpfung
  • Versagensängste
  • Eingeschränkte Entscheidungsfähigkeit
  • Gedächtnisschwierigkeiten
  • Konzentrationsprobleme
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Druckgefühl
  • Schlafstörungen
  • Atembeschwerden

Boreout Definition

Das Wort „Boreout“ leitet sich vom Englischen „to be bored“ ab, was so viel bedeutet wie „sich langweilen“. Boreout stellt sozusagen die Kehrseite des Burnouts dar. Eine medizinische Definition des Begriffs existiert bisher nicht. Menschen mit einem Boreout leiden unter extremer Langeweile und Unterforderung, die sie krank machen. Ähnlich wie ein Burnout wird Boreout als eine Art Erschöpfung beschrieben. Diese entsteht durch Langeweile oder Unterforderung und nicht wie beim Burnout durch Stress.

Auswirkungen eines Boreouts

Wer sich chronisch unterfordert fühlt entwickelt früher oder später ein Boreout. Die Arbeitsstunden werden hauptsächlich abgesessen, denn es gibt zu wenig zu tun, sodass Langweile auftritt. Das führt dazu, dass der Sinn im Job nicht mehr gesehen wird, weil man sich nutzlos fühlt. Wir alle streben danach etwas zu erleben und zu kreieren und möchten geschätzt und gebraucht werden. Wir wollen uns lebendig fühlen und nicht das Gefühl haben, dass unsere Talente und Fähigkeiten verkümmern und das Leben an uns vorbeizieht.

Enttäuschung, Kummer, Stress, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen sind nur einige Folgen von starker Unterforderung. Das Fatale: Betroffene des Boreouts trauen sich oft nicht ihre extreme Unterforderung anzusprechen, da Sie befürchten, dass Sie Ihren Job verlieren könnten, wenn herauskommt, dass Sie nur wenig Leistung erbringen.

Das führt mitunter dazu, dass Betroffene ihren Kollegen vortäuschen, wie beschäftigt sie sind. Dann werden zum Beispiel Unterlagen hektisch sortiert oder der Bildschirm konzentriert fixiert, damit bloß nicht auffällt, dass man alle Aufgaben längst abgearbeitet hat. Betroffene werden von ständigem schlechtem Gewissen und dadurch von Dauerstress geplagt, da sie eigentlich genau wissen, dass Sie ihr Problem dem Arbeitgeber melden sollten. Das sind typische Symptome eines Boreouts:

Geistige und körperliche Anzeichen:

  • Schlafstörungen
  • Gereiztheit
  • Depressive Verstimmungen und Depressionen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Häufig auftretende Erkältungen und Infekte
  • Tinnitus

Ursachen von Boreout

Ein Boreout kann zahlreiche Ursachen haben und sich auf unterschiedliche Weise zeigen. Ein häufiger Grund ist monotone Arbeit, die über einen längeren Zeitraum verrichtet wird. Unterforderte Arbeitnehmer*in haben oft das Gefühl nicht ausreichend gefordert zu werden. Mit der Einführung des Fließbandes in der Industrie zeigt sich das Syndrom klassischerweise.

Auch Mitarbeiter*innen, die im Büro tagtäglich die gleiche Arbeit erledigen, verfallen in eine Routine und finden sich über kurz oder lang wahrscheinlich in einem Boreout wieder. Wir Menschen brauchen Aufgaben, die uns Abwechslung bringen und herausfordern. Und im Grunde sehnen wir uns alle danach unsere Wünsche zu realisieren. Wenn uns unsere Arbeit das Gefühl nicht gibt, holt uns der Trott schneller ein als uns lieb ist.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Auf den ersten Blick wirken Boreout und Burnout gegensätzlich und doch führen beide Phänomene im Grunde zu den gleichen Symptomen. Das Boreout stellt in Wahrheit eine Art von Überforderung durch zu wenig Arbeit dar. Der entscheidende Unterschied zum Burnout besteht darin, dass die Erschöpfung aufgrund von Unterforderung statt Überforderung stattfindet. Ähnlich wie beim Burnout entwickelt sich auch das Boreout schleichend. Eine dauerhafte Unterforderung durch zu wenige oder simple Aufgaben erzeugen früher oder später Stress. Denn man ist sich bewusst, dass man zu viel mehr fähig ist.

Doch anstatt das Gespräch mit dem Vorgesetzten zu suchen oder nach einem neuen Job Ausschau zu halten, versuchen sich viele mit der Situation abzufinden und täuschen Stress vor. Wer gibt schon gerne zu, eine geringe Leistung zu erbringen? Zudem versetzt die Vorstellung, sich eine neue Arbeit suchen zu müssen, viele unter Stress. Im gegenwärtigen Job ist zumindest Sicherheit geboten, auch wenn er langweilig ist.

So erkennen Sie als Chef*in unterforderte Mitarbeiter*innen und können entsprechend handeln.

Fazit: Boreout und Burnout

Während starke Überforderung oft in ein Burnout übergeht, äußert sich massive Langweile durch das sogenannte Boreout. Betroffene eines Burnouts wissen gar nicht, was sie zuerst machen sollen und werden mit Aufgaben regelrechtet überschüttet. Boreout-Betroffene dagegen sind komplett unterfordert und fühlen sich so, als würde ihr Potenzial verkümmern. In beiden Fällen kommt es zu geistiger und körperlicher Erschöpfung.

Die Anzeichen zu erkennen ist gar nicht immer so leicht, da die Symptome unspezifisch auftreten können. Wie so oft geht es um das richtige Maß: Für eine optimale Gesundheit ist weder das eine Extrem (Burnout) noch das andere Extrem (Boreout) gut. Eine Ausgewogenheit zwischen Anspannung und Entspannung ist dagegen der Schlüssel.

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Quellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/239872/umfrage/arbeitsunfaehigkeitsfaelle-aufgrund-von-burn-out-erkrankungen

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