Unterforderung am Arbeitsplatz: Diese Anzeichen deuten darauf hin

Unterforderung am Arbeitsplatz: Diese Anzeichen deuten darauf hin

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Auf den ersten Blick scheint Unterforderung im Job halb so schlimm zu sein. Betroffene können Aufgaben gut und rasch abarbeiten, kommen auch mit neuen Projekten wunderbar zurecht und auch im Team gibt’s keine Probleme. Doch das Gefühl der Unterforderung kann schwerwiegende Folgen haben, die auf Anhieb nicht erkennbar sind. Insbesondere qualifizierte, hochmotivierte und engagierte Mitarbeiter*innen sind davon betroffen.

Ständige Überforderung führt zu Unzufriedenheit und im schlimmsten Fall zum sogenannten Boreout. Das Unglücklichsein im Job bewirkt schlussendlich, dass der Tatendrang sich in Antriebslosigkeit verwandelt und nicht nur die Produktivität, sondern auch die Gesundheit leidet. An welchen Anzeichen Sie Unterforderung im Job erkennen, welche Gründe es dafür gibt und was die langfristigen Konsequenzen sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Definition: Unterforderung im Beruf

Unterforderung beschreibt die Situation, in der Sie Ihre Qualifikationen und Fähigkeiten, Ihr Engagement und Wissen nicht vollständig ausschöpfen und demonstrieren können. Sie haben das Potenzial viel mehr zu leisten und zu erreichen, jedoch mangelt es an anspruchsvollen Aufgaben und Herausforderungen, um Ihr gesamtes Können unter Beweis zu stellen. Stattdessen fühlen Sie sich regelmäßig gelangweilt und erledigen alle Aufgaben weit vor Ablauf der Frist. Die Folge: Es kommt zu einem Zustand der Untätigkeit.

Daran erkennen Sie als Chef oder Chefin unterforderte Mitarbeiter*innen.

Anzeichen von Unterforderung bei der Arbeit

Oftmals werden unterforderte Arbeitnehmer*innen gar nicht identifiziert, weswegen eine Reaktion seitens des Arbeitgebers zu spät oder gar nicht erfolgt. Wo die Grenze zur Unterforderung beginnt, hängt von Person zu Person ab. Menschen, die schnell von einer Tätigkeit zur nächsten wechseln, neigen dazu unterfordert zu sein. Zunehmende Berufserfahrung kann ebenso Langeweile begünstigen, insbesondere wenn die Abläufe immer gleich sind und Herausforderungen und Abwechslung ausbleiben.

Daran erkennen Sie berufliche Unterforderung:

  • Die Unzufriedenheit im Job nimmt jeden Tag zu
  • Langeweile im Job ist zur Normalität geworden
  • Die Aufgaben sind zu anspruchslos und einfach
  • Sie fragen ständig nach neuen Tätigkeiten beim Vorgesetzten oder den Kollegen
  • Prokrastination ist für Sie zur Gewohnheit geworden
  • Bis zum Feierabend müssen Sie Zeit totschlagen
  • Sie erleben einen beruflichen Stillstand, obwohl Sie in Ihrem Job gut sind
  • Mit den Aufgaben lassen Sie sich zu viel Zeit, um nicht frühzeitig fertig zu werden und Gefahr zu laufen sich zu langweilen
  • Kollegen wundern sich, weil Sie die Arbeit immer so schnell erledigen
  • An die letzte Herausforderung im Job können Sie sich nicht erinnern
  • Sie haben Sehnsucht danach Ihr volles Potenzial auszuleben

Treffen viele der genannten Symptome auf Sie zu? Dann ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihr Job Sie unterfordert. Finden Sie sich nur in einigen der Punkte wieder, dann gibt es keinen Grund zur Panik. Im Arbeitsleben kommt es vor, dass wir in bestimmten Phasen zwischen Unter- und Überforderung schwanken.

Gründe für Unterforderung

Ursachen für eine Unterbeschäftigung kann es viele geben. Zeiten, in denen es weniger zu tun gibt, kommen in jedem Job vor. Sind Sie jedoch chronisch unterfordert, ist es wesentlich die Gründe hierfür herauszufinden.

Das sind die häufigsten Auslöser für Unterforderung:

  1. Fehlende Abwechslung
    Täglich grüßt das Murmeltier! Wenn jeder Arbeitstag dem anderen gleicht und Sie monoton Tag für Tag die gleichen Aufgaben erledigen, sind Sie definitiv unausgelastet. Sie folgen einer festen Routine, die Tätigkeiten beherrschen Sie fast schon im Schlaf und Ihre Aufgaben erfordern kaum Anstrengung und Konzentration? Ein klares Zeichen für Unterforderung.
  1. Unangemessene Aufgaben
    Auf Ihrer To-do-Liste stehen Aufgaben, die weit unter Ihren Qualifikationen liegen? Oder aber Ihre vorgesetzte Person verteilt die Arbeit auf eine Weise, die nicht genug Zeit in Anspruch nimmt? Das kommt unter anderem dann vor, wenn für ein Projekt zu viele Mitarbeiter*innen eingeteilt werden.
  1. Kaum Aufstiegsmöglichkeiten
    Je mehr Jahre vergehen, desto mehr Berufserfahrungen gewinnen Sie. Ihre Fähigkeiten erweitern sich und Sie werden immer besser in Ihrem Job. Allerdings machen Sie, was die berufliche Weiterentwicklung angeht, keine Fortschritte? Auf eine Beförderung oder mehr Verantwortung warten Sie schon lange vergeblich? Auch dann entsteht ein Gefühl von Unterforderung.
  1. Mangelnde Anerkennung und Wertschätzung
    Lob und Anerkennung sind von großer Bedeutung, damit Mitarbeiter*innen langfristig motiviert bleiben. Bleibt positives Feedback aus, nimmt die Unterforderung am Arbeitsplatz zu und Sie fühlen sich weder gefordert noch gefördert.

Auswirkungen von Unterforderung

Kaum Aufgaben, kein Stress, keine Schwierigkeiten… das hört sich wie ein großartiger Job an. Die meisten Menschen denken bei Problemen auf der Arbeit nur an die negativen Auswirkungen von Überforderung und den damit verbundenen chronischen Stress. Langeweile im Job erscheint harmlos, kann aber ebenso gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen, wenn sie nicht ernstgenommen bzw. verharmlost wird. Unzufriedenheit ist im Regelfall die erste Folgeerscheinung von Unterforderung. Betroffene haben den Wunsch und die Fähigkeiten, mehr zu leisten, werden jedoch ausgebremst und bleiben in Ihrer Entwicklung stehen.

Das sind weitere mögliche Folgen von Unterbeschäftigung:

  • Hilflosigkeit
  • Gefühl der Leere
  • Chronische Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Verzweiflung
  • Verlust der Lebensfreude
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Magenprobleme
  • Selbstzweifel
  • Gereiztheit
  • Depressionen

Frust, Desinteresse und Demotivation entstehen aus dem anfänglichen Tatendrang, weil die Abwechslung und die Herausforderungen fehlen. Bei Unterbelastung werden Sie unglücklich und verlieren die Motivation. Es scheint, als ob Ihre Kompetenzen und Ihr Engagement keine Rolle spielen. Experten bezeichnen diesen Zustand auch als Boreout, ähnlich dem Burnout bei Überforderung. In schweren Fällen kann sich dadurch eine Depression abzeichnen.

Warum viele Betroffene schweigen

Die meisten Mitarbeiter*innen suchen nicht von sich aus das Gespräch mit Ihrem Chef oder Ihrer Chefin, wenn Sie unterfordert sind. Denn nur wenige Betroffene gestehen sich ein, dass Sie nicht genügend gefordert werden und Sie von den Aufgaben eher gelangweilt sind. Hinzu kommt, dass sich zahlreiche Arbeitnehmer*innen nicht trauen den/die Geschäftsführer*in darauf anzusprechen, da Sie befürchten Ihren Job verlieren zu können, wenn er oder sie herausfindet, wie wenig sie zu tun haben bzw. in letzter Zeit geleistet haben.

Falls Sie unter akuter Unterforderung oder sogar unter dem Boreout-Syndrom leiden, ist es wichtig sich externe Unterstützung zu holen. Ein Experte kann Ihnen dabei helfen, aus der Spirale herauszukommen und wieder einen Sinn in Ihrer Arbeit zu finden. Hierfür ist es allerdings notwendig, dass Sie das Gespräch mit der vorgesetzten Person suchen. Ein ausgebildeter Coach kann Ihnen hier zur Seite stehen und Sie darauf vorbereiten. Einen Psychologen zurate zu ziehen ist ebenso eine gute Möglichkeit, damit Sie wieder gerne zur Arbeit gehen.

Fazit: Im Job unterfordert

Nicht nur Überforderung, sondern auch Unterforderung und Langeweile am Arbeitsplatz können krank machen. Wenn Sie am späten Vormittag schon die Stunden bis zum Feierabend zählen, ist das genauso schädlich wie dauerhafte Überforderung und chronischer Stress. Die Symptome von Unterforderung und Überforderung unterscheiden sich nicht gravierend voneinander. Die meisten Mitarbeiter*innen sind gelangweilt und unzufrieden, weil das Erfolgserlebnis ausbleibt. Insbesondere mehr Wertschätzung und Anerkennung sowie anspruchsvollere Tätigkeiten und Herausforderungen können die Unterforderung beenden und ein Boreout vorbeugen.

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